In dieser Zeit kann man fast jedes Wissen im Internet finden.
Von offenen Universitätskursen, technischen Dokumenten, Forschungsarbeiten bis hin zu verschiedenen Fachblogs und Online-Lehrmaterialien haben wir theoretisch mehr Lernressourcen als in jeder anderen Zeit.
Doch viele Menschen haben ein gemeinsames Gefühl: Die Inhalte im Internet sind zahlreich, aber es ist schwierig, sie so gut zu lesen, wie man ein Buch liest.
Warum ist das so?
1. Webseiten sind oft nicht für langfristiges Lesen konzipiert
Zuerst einmal sind Webseiten normalerweise nicht für das "Langzeitlesen" gedacht.
Die meisten Webseiten haben das Hauptziel, Aufmerksamkeit zu erregen, Interaktionen zu steigern und die Verweildauer zu verlängern. Deshalb sind die Seiten oft mit allerlei Elementen gefüllt: Seitenleisten, empfohlene Artikel, Werbung, Benachrichtigungen, Pop-ups und so weiter.
Wenn du dich auf einen Artikel konzentrieren möchtest, wird dein Blick ständig durch diese Elemente unterbrochen.
In Büchern enthält eine Seite normalerweise nur die notwendigsten Inhalte: Titel, Text, Bilder. Der Lesefluss ist kontinuierlich, die Aufmerksamkeit wird nicht unterbrochen.
Doch auf Webseiten wird das Lesen oft zu einer passiven, unterbrochenen Erfahrung.
2. Die Gestaltung fehlt an Konsistenz und Lesefluss
Das zweite Problem ist die Gestaltung.
Bücher legen beim Design großen Wert auf Layout und Lesefluss. Diese Details beeinflussen direkt den Lesekomfort.
- Die Anzahl der Wörter pro Zeile
- Zeilenabstand und Buchstabenabstand
- Abstand zwischen Absätzen
- Seitenränder
- Schriftartwahl
Doch die meisten Webseiten sind nicht für langfristiges Lesen optimiert.
Einige Artikel haben eine zu breite Zeile, andere einen zu kleinen Zeilenabstand, und einige Schriftarten sind nicht für längeres Lesen geeignet. Die Layoutstile zwischen verschiedenen Webseiten sind ebenfalls völlig unterschiedlich, sodass sich die Leser bei jedem Besuch einer neuen Webseite neu anpassen müssen.
3. Das Konzept der Seite ist verschwunden
Das dritte Problem ist eigentlich sehr subtil: Das Konzept der Seite ist verschwunden.
In Büchern wird der Inhalt "Seite für Seite" präsentiert. Das Umblättern erzeugt einen natürlichen Lesefluss und erleichtert es, sich an die ungefähre Position des Inhalts zu erinnern.
Doch in Webseiten ist der Inhalt normalerweise eine endlos lange Scroll-Seite. Das Lesen wird zu einem fortwährenden Herunterscrollen.
Diese Art des Lesens scheint praktisch, erschwert jedoch das Etablieren einer klaren strukturellen Erinnerung. Viele Menschen bemerken, dass sie nach dem Lesen eines langen Internetartikels nur vage Eindrücke im Kopf haben.
4. Das Lesegerät selbst ist auch voller Störungen
Das vierte Problem ist das Gerät selbst.
Die meisten Menschen lesen Webseiten auf Computerbildschirmen oder Mobiltelefonen. Diese Geräte bringen selbst allerlei Störungen mit sich:
- viele geöffnete Tabs
- Nachrichtenbenachrichtigungen
- soziale Medien
- Instant Messaging
Sobald eine Benachrichtigung erscheint, wird die Konzentration beim Lesen gestört.
Das ist auch der Grund, warum viele Menschen trotz der Vielzahl an Online-Lernressourcen weiterhin gedruckte Bücher oder E-Books bevorzugen. Denn die Form eines Buches erleichtert es, sich auf das Lesen zu konzentrieren.
Das wirkliche Problem liegt nicht in der Qualität der Inhalte
Tatsächlich liegt das Problem nicht darin, dass die Online-Inhalte schlecht sind, sondern in der Art und Weise, wie sie präsentiert werden, die noch nicht wirklich für "intensives Lesen" gestaltet ist.
Wenn Webseiten einige Dinge erreichen könnten:
- Störungselemente zu reduzieren
- ein konsistentes und angenehmes Layout zu bieten
- den Inhalt seitenweise wie ein Buch lesbar zu machen
- die ursprüngliche Interaktivität der Webseite zu bewahren
Dann könnten die Wissensressourcen im Internet tatsächlich zu einer neuen Form von digitalen Büchern werden.
Vielleicht wird eines Tages der Großteil unseres Lernens nicht mehr aus traditionellen Büchern kommen, sondern aus Webseiten.
Aber die Leseerfahrung wird immer noch so rein, fokussiert und angenehm sein wie bei einem Buch.
Wenn dieser Tag kommt, könnte das Internet tatsächlich zur größten Bibliothek der Menschheit werden.
Was Eink Mode erreichen möchte
Der Gründer von Eink Mode hat sich zum Ziel gesetzt, dass Wissen im Internet so einfach zu lesen ist wie das Wissen in Büchern.
Seine Idee ist eigentlich ganz simpel: Wenn Webseiten in ein Layout umgestaltet werden können, das dem von Büchern ähnelt, dann können Menschen den Inhalt im Internet auf eine konzentriertere Weise lesen.
Deshalb versucht Eink Mode eine Sache zu erreichen: Webseiten in ein Format umzuwandeln, das näher an der Leseerfahrung eines Buches ist.
Wenn Benutzer den Eink Mode aktivierenwird die Webseite umgestaltet:
- Störungselemente beim Lesen reduzieren
- Textlayout optimieren
- Inhalte leichter fokussiert lesbar machen
- und eine Lesemethode unterstützen, die wie bei E-Books funktioniert
Es geht nicht nur darum, es sauber zu machen
Wichtiger ist, dass Eink Mode nicht nur die Webseite sauber macht.
Es möchte die Lesererfahrung verbessern und gleichzeitig so viele der ursprünglichen Interaktivitäten der Webseite wie möglich beibehalten.
Denn zukünftiges Wissen besteht nicht nur aus statischem Text, sondern könnte auch interaktive Grafiken, Video-Demonstrationen, Echtzeit-Quiz und sogar Echtzeit-Simulationen enthalten.
Wenn all diese Inhalte in einer komfortablen Leseatmosphäre präsentiert werden, wird das Erlebnis des Online-Lernens erheblich verbessert.
Warum E-Paper besonders gut dazu geeignet ist
Und wenn diese Lesemethode dann mit E-Paper-Geräten kombiniert wird, wird es noch interessanter.
E-Paper-Displays haben einige Eigenschaften, die sich besonders gut zum Lesen eignen:
- Langzeitlesen ohne Ermüdung
- fast keine Blendung durch Bildschirmlicht
- sehr energieeffizient, sodass man lange lesen kann
- ein Gefühl, das dem von Papier näherkommt
Wenn Webseiten im Layout wie ein Buch gestaltet werden und dann über E-Paper-Geräte gelesen werden, dann beginnt das Wissen im Internet tatsächlich, die Möglichkeit zu bieten, wie ein Buch gelesen zu werden.
Vielleicht werden wir in Zukunft nicht nur E-Books lesen.
Vielleicht die ganze Internetwelt.